Interview mit Marino Vonhoenacker
Marino Vanhoenacker
Im gesamten August durfte Playitas Marino Vanhoenacker begrüßen. Er ist einer der Triathletfavoriten für den World Championship IronMan in Hawaii, der am 8. Oktober diesen Jahres stattfinden wird.
Marino, der am 19. Juli in Belgien geboren wurde, brach den Weltrekord am 3. Juli diesen Jahres in Österreich mit einer Zeit von 07.45.58. Der alte Rekord bestand seit 1997 (07.05.27). Er konnte sich an seinem Rekord jedoch nur eine Woche erfreuen, da sein Hauptkonkurrent Andreas Raelert den Weltrekord mit 07.41.33 in der Challenge Roth erneut brach. Der Challenge Roth ist ebenfalls Bestandteil der Challenge-Reihe, zu der auch der Halb-Challenge gehört. Playitas organisiert diesen zum zweiten Mal am 13. April 2012.
Laut Marino sei der Weltrekord nicht so wichtig und beschäftige die Triathleten während dem Rennen nicht. Der Weltrekord sei für die Medien und die Zuschauer viel interessanter.
Playitas hatte einige Fragen an Marino. Während wir die Sonne und eine Tasse Kaffee in der Palapabar genießen, beginnen wir mit dem Interview.
Letztes Jahr hatten Sie den Vorteil vor Ihren zwei Konkurrenten beim IM Hawaii zu starten ; was geschah danach?
Das war ein ziemlich kluger Plan: Macca startet immer schnell und Raelert folgt. Ich entschied mich dazu gleichmäßig schnell zu laufen mit dem Gedanken die beiden einzuholen, jedoch ging mir vor ihnen die Puste aus!
Wie viele maximale Trainingswochen haben Sie in diesem Zeitraum? (Die meisten Trainingsprogramme sind z.B. so aufgebaut, dass sie zwei Wochen hartes Training vorsehen mit anschließend einer Woche etwas weniger oder drei Wochen hartes und dann eine weniger hartes Training.)
Während meinem Aufenthalt in Playitas habe ich nur maximale Trainingswochen. All meine Trainingseinheiten sind hart und ich bin müde. Zur Zeit mache ich nur Sonntags Pause. Wenn ich wieder in Belgien bin werde ich zwei Tage frei nehmen und anschließend noch zehn Tage für Hawaii trainieren. Am 16. September fliege ich nach Hawaii und dann werde ich leichtere Trainingseinheiten haben, um mich zu akklimatisieren.
Wie viele Kilometer legen Sie in Ihrem Trainingszeitraum zurück?
Ich schwimme sechs Mal die Woche 5-6 km, laufe vier Mal rund 20-25 km und fahre etwa 700 km Fahrrad die Woche. Also 30 km Schwimmen, 85 km Laufen und 700 km Fahrradfahren.
Wie ist der Stärkegrad dieser Trainings?
Der Stärkegrad der meisten Trainings ist so wie im Rennen und manche sind härter/schneller als die Geschwindigkeit im Rennen. Ein Beispiel für eine Laufeinheit kann z.B. sein: 5 x 1500m in 5.00 Min. ; mit 400 ruhigen Metern während den 1500m.
Warum Playitas?
Weil man sich hier wie zu Hause fühlt; ich war schon sehr oft hier und kenne meine Laufwege und Strecken. Meine Familie ist auch gerne hier und alle amüsieren sich sehr in Playitas. Die Hitze ist ebenfalls gut für die Vorbereitungen für Hawaii. Es ist sehr heiß hier, nur mit weniger Luftfeuchtigkeit als auf Hawaii, aber es ist sehr ähnlich.
Während den ersten beiden Wochen in Playitas, waren Marinos Frau Elke und Tochter Jirte ebenfalls hier. Elke trainiert auch für den IM Hawaii. Sie hat sich in Mexiko qualifiziert und wird damit an ihrem dritten Hawaii IM teilnehmen!
Dieses Jahr wird Macca nicht teilnehmen; wird es ein knappes Rennen zwischen Ihnen und Raelert? Wo denken Sie können Sie gewinnen?
Das ist das was jeder erwartet und durchaus passieren kann. Wir sind immer sehr nah beieinander; niemals mehr als zwei Minuten. Man weiß nie was passieren wird. Wo ich gewinnen kann..., das ist schwer zu sagen, aber ich hoffe irgendwo haha!
Wie kommt es dazu, dass die „magische" 8 Stunden Endzeit in letzter Zeit so oft gebrochen wurde?
Die Anzahl der professionellen Triathleten wächst und wächst. Es gibt nicht wenige die viel trainieren und ihr Talent entdecken können. Die Konkurrenz ist nun viel größer als zuvor.
Ebenfalls können die Übergangszonen großen Einfluß haben auf die Endzeiten. Bei meinem letzten Rennen in Österreich wurde der Weg vom Schwimmen zum Fahrradfahren im Vergleich zum Jahr vorher verlängert; hier kann man schon viel Zeit verlieren.
Playitas wünscht Marino und seiner Frau Elke eine tolle Zeit in Hawaii und ein fantastisches Rennen!
Viel Glück für beide









